Christliche Pflegeeltern: Wertschätzung statt Diskriminierung

Angeregt von einem Einzelfall, haben Medien schweizweit eine Diskussion über die Platzierung von Pflegekindern in christlichen Familien lanciert. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) und der Verband VFG – Freikirchen Schweiz sehen in der Diskussion eine Chance, die Leistungen von Familien, die sich dieser Aufgabe stellen, zu würdigen.

Auch wenn einige Beiträge – vor allem von Boulevardmedien – unsachlich und gegenüber den Pflegefamilien und freikirchlichen Christen generell verletzend und diskriminierend ausgefallen sind, könnten sie eine Chance sein, die anspruchsvolle Arbeit und das Engagement von Familien aufzuzeigen, die ein Kind aus einer Problemfamilie in den eigenen Familienalltag integrieren. Gerade Mitglieder von Freikirchen sehen in dieser Aufgabe auch einen Beitrag zum Wohl der Gesellschaft, wie Max Schläpfer, Präsident des Verbandes VFG – Freikirchen Schweiz und Vorstandsmitglied der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA betont. Er hält die Angst vor religiöser Beeinflussung für unbegründet. Freikirchliche Pflegeeltern seien sich bewusst, dass die anvertrauten Kinder nicht religiös manipuliert werden dürften.

Kaum ernsthafte Probleme

Schläpfer ist sich bewusst, dass die Aufgabe, die Pflegeeltern auf sich nehmen, herausfordernd ist und dass auch christliche Familien nicht vor Fehlern gefeit seien. Er verweist aber auch darauf, dass es diesbezüglich selten zu ernsthaften Problemen gekommen sei. Er erinnert zudem an die Fakir-Studie des Schweizerischen Nationalfonds von 2010, die den Freikirchen und ihren Mitgliedern einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Wohl attestiert hat.

Pflegefamilien unterstützen Kinder bei ihrer Entwicklung

Bei der Betreuung von Kindern aus Problemfamilien leisten laut SEA und VFG auch Kinder- und Schulheime eine wichtige Arbeit. Die Platzierung von Kindern in einer Familie biete aber die Chance, dass Kinder eine funktionierende Familie mit Eltern und Geschwistern kennenlernen und dabei auf ein selbständiges Leben vorbereitet werden. Dieser Beitrag sei wohl noch wichtiger als die Kostenersparnis im Sozialwesen, welche damit ebenfalls erbracht werde.

Religionsfreiheit besser respektieren

VFG und SEA begrüssen es, dass die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB Zürich die Aussagen ihres Leiters in einer Stellungnahme nachträglich relativiert haben. Sie verweisen gleichzeitig darauf, dass solche abwertende Aussagen gegen Freikirchler in der Sache nicht dienlich sind und als pauschal verfasste Vorwürfe an eine Glaubensgemeinschaft das in der Schweiz verankerte Grundrecht der Religionsfreiheit tangieren.

 

Ein kleiner Pressespiegel zur Thematik:
· SRF
· RTS

· ideaSpektrum Schweiz
· Zürcher Oberländer
· ref.ch
· livenet.ch

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