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Gemeinsam für starke Ehen und Familien: Utopie, Traum oder Wirklichkeit?

Das Forum Ehe+Familie FEF lädt ganz herzlich zum Mitgliedertreffen am Freitag 27. März ab 8:45 Uhr  in Aarau ein. Das Thema: „Gemeinsam für starke Ehen und Familien: Utopie, Traum oder Wirklichkeit?“.

Starke Beziehungen, Ehen und Familien wünschen wir uns für Kirche und Gesellschaft. Sie sind zentral für das Wohl der Menschen in einer Welt geprägt von Einsamkeit.
Wie können wir als Kirche Beziehungen fördern und Familien am besten stärken? Welche Rolle spielen Fachorganisationen dabei? Bleibt die Familie nach Gottes Herzen eine Utopie oder kann der Traum wirklich werden?

Unsere Referierende Hans Forrer (Orange leben), Christa Gasser (Vineyard Bern) und Susanna Aerne (Weisses Kreuz) werden zu diesen Themen drei Kurzreferate halten. In einem zweiten Teil werden in einem Podium-Talk Matthias Kuhn (G-Movement), Peter Schneeberger (Freikirchen Schweiz), Christa Gasser (Vineyard Bern) und Doris Bürki (Team Ehe und Familie FEG) austauschen und Fragen beantworten.

Schliesslich gibt es ein Marktplatz mit verschiedenen Austellern. Dafür stehen den Ausstellern 1-2 kleine Tische zur Verfügung. Bitte beim Anmeldeformular den Bedarf angeben.

Wenn dich diese Themen bewegen und du in deiner Kirchgemeinde aktiv bist oder werden möchtest, komm ans Forum Ehe & Familie und lass dich inspirieren!

Anmeldung online bis am 15. März 2020 unter www.each.ch/anmeldung-fef.

Tagungsbeitrag: CHF 30.00
FEF-Mitglieder: kostenlose Teilnahme für drei ihrer MitarbeiterInnen

Zeit: 8:45 – 12:15 Uhr
Ort: Vineyard Aarau, Laurenzenvorstadt 85

Programm
8:45 Uhr: Ankommen und Kaffee
9:15 Uhr: Begrüssung und drei Kurzreferate
10:00 Uhr: Podium-Talk
11:15 Uhr: Marktplatz
12:15 Uhr: Abschluss

Herzliche Einladung zum Forum am 1. November 2019 in Aarau

Am Freitag 1. November ab 9 Uhr trifft sich das Forum Ehe+Familie FEF in Aarau zum nächsten Mitgliedertreffen. Das Thema „Gelingende Beziehungen in Ehe und Familie: Stellen wir uns auch den Herausforderungen wie Sucht, Übergriffen und Gewalt!?“.

Wir laden ganz herzlich zur Teilnahme ein! Wir richten den Blick auf das Potenzial des christlichen Glaubens in Ehe und Familie. Gleichzeitig wollen wir uns auch den grossen Herausforderungen in unseren Kirchen stellen und die Augen vor Sucht, Gewalt und Übergriffen nicht verschliessen. Im Anschluss ist Gelegenheit zur Arbeit in den Fachkreisen. Die Teilnahme für Mitglieder des FEF ist gratis. Es sind auch Freunde und Interessierte eingeladen. Anmeldung ist nicht nötig. Abmeldungen bitte an: kontakt@forumehefamilie.ch.

Zeit: 9:30 – 12 Uhr (ab 9 Uhr Kaffee)
Ort: Aarau, Obere Vorstadt 37 („Popup Work“)

Programm
9:30 Uhr: Einführendes Referat mit Susanna Aerne, Schweizerisches Weisses Kreuz
10:00 Uhr: Interview mit Ehepaar Stefan und Susanna Aerne sowie Wilf und Christa Gasser Rollenverständnisse in der Ehe und deren Auswirkungen (Moderation: Marc Jost, SEA, Forum Ehe+Familie)
10:30 Uhr: Pause
10:50 Uhr: Gruppengespräche zur Frage „Wie können wir die Kirchen unterstützen in diesen Herausforderungen und gemeinsam zu gelingenden Beziehungen beitragen?“
11:15 Uhr: Präsentation Ergebnisse aus Gruppen
11:30 Uhr: Informationen/ Diverses

„Ehe für alle“ widerspricht dem Kindeswohl

Mit einer Gesetzesänderung will die Rechtskommission des Nationalrats die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare öffnen. Diese könnten künftig ebenso Kinder adoptieren und möglicherweise Verfahren der Fortpflanzungsmedizin in Anspruch nehmen. Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA.RES spricht sich in der Vernehmlassung primär aus Gründen des Kindeswohls gegen die „Ehe für alle“ aus und weist beide Varianten – mit oder ohne Zugang zur Fortpflanzungsmedizin – zurück.

Die Schweizer Politik diskutiert aktuell über die Öffnung des Rechtsinstituts der Ehe für Personen gleichen Geschlechts. Damit würden alle rechtlichen Bestimmungen, die für eine Ehe gelten, künftig sowohl auf verschieden- als auch auf gleichgeschlechtliche Paare Anwendung finden.

Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA.RES erachtet diese absolute Gleichbehandlung und somit eine Neudefinition von Ehe als nicht angebracht. Denn der entscheidende Unterschied zwischen hetero- und homosexuellen Partnerschaften ist und bleibt, dass nur aus ersteren Nachkommen hervorgehen können. Damit ist diese Beziehungsform nicht bloss langfristig für die Fortpflanzung des Menschengeschlechts, sondern auch mittelfristig für die finanzielle, soziale und medizinische Altersvorsorge der Generationen unerlässlich. Vor dem Hintergrund dieses essenziellen Unterschieds stellt die Ungleichbehandlung keine ungerechtfertigte Diskriminierung dar.

Die vom Parlament bereits vorgesehene Gleichstellung von Ehe und eingetragener Partnerschaft beim Einbürgerungsverfahren kann im Übrigen unabhängig von einer Neudefinition der Ehe vollzogen werden. Sie lässt sich deshalb nicht als Argument für die „Ehe für alle“ heranziehen.

Mit der Vorlage verknüpft sind auch Fragen des Zugangs gleichgeschlechtlicher Paare zur gemeinschaftlichen Adoption sowie zu fortpflanzungsmedizinischen Verfahren, der ihnen bisher nicht offensteht. Beide Aspekte sind für die SEA.RES primär aus Sicht des Kindes einzuschätzen. Sowohl die Adoption für gleichgeschlechtliche Paare als auch die Samenspende für miteinander verheiratete Frauen würden bedeuten, dass Kinder entweder ohne Vater oder ohne Mutter aufwachsen. Es gibt jedoch keinen Grund, vom entwicklungspsychologisch und pädagogisch begründeten Ideal eines weiblichen und eines männlichen Elternteils abzuweichen. Im Gegenteil steht ein Kind mit zwei Müttern in der Gefahr, stigmatisiert zu werden. Schliesslich würde eine Öffnung der Fortpflanzungsmedizin für weibliche Paare neue Ungleichheiten schaffen. Dies wiederum dürfte früher oder später in die Forderung nach einer Leihmutterschaft für männliche Paare und damit in eine Instrumentalisierung des menschlichen Körpers münden.

Winterforum Januar 2018: Zwischen Furcht und Freiheit – Das Dilemma der christlichen Erziehung

Am Freitag, dem 26. Januar 2018 lädt das Forum Ehe+Familie (FEF) der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA zu einem speziellen Mitgliedertreffen ein: Prof. Tobias Künkler geht den Fragen nach, wie Kinder in christlichen Familien heute aufwachsen und was Christen in der Erziehung ihrer Kinder wichtig ist. Er hat dies zusammen mit Tobias Faix in einer Studie untersucht. Zu diesem Treffen des Forums Ehe+Familie in Zürich sind nicht nur die Mitglieder eingeladen, sondern alle an Ehe- und Familienthemen Interessierte.

2017 wurde in Deutschland die „Familienstudie“ veröffentlicht, eine Umfrage in kirchlichen Kreisen zur (christlichen) Erziehung und Prägung. Das Resultat dieser Studie kam als Buch heraus: „Zwischen Furcht und Freiheit – Das Dilemma christlicher Erziehung„. Es beleuchtet den Wandel und die Hoffnungen und Erwartungen der Christen von heute an die Erziehung. Prof. Dr. Tobias Künkler ist Leiter des Forschungsinstituts empirica für Jugendkultur & Religion an der CVJM Hochschule in Kassel und Mitinitiant der Studie und Mitautor des Buches. Er kommt am 26. Januar nach Zürich und wird die Anwesenden an seinem Arbeiten, seinen Schlüssen und seinen gemachten Erfahrungen teilhaben lassen.

Die Teilnahme ist für FEF-Mitglieder gratis, Kollektivmitglieder können bis zu 3 ihrer Mitarbeitenden gratis anmelden. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen und bezahlen Fr. 30.-. Melden Sie sich hier direkt an. Den Flyer kann man hier runterladen und ansehen.

Im Anschluss ans Winterforum 2018 besteht ab 12:15 Uhr für FEF-Mitglieder die Gelegenheit, sich in den Fachkreisen zu treffen.

FAMILYLIFE Award 2017 geht an den Blog „liebesbegehren.ch“ von Veronika Schmidt

Am 4. November wurde vom FEF-Partner FAMILYLIFE zum zweiten Mal ein Projekt ausgezeichnet, das durch seine Innovation begeistert und einen wertvollen Beitrag zu gesunden Ehen und Familien in der Schweiz leistet.

Keine leichte Auswahl
Insgesamt wurden für den diesjährigen FAMILYLIFE Award fünf Projekte nominiert, die allesamt eine Auszeichnung verdient hätten: KiZ – Kinder im Zentrum (Verein, Hilfe für Kinder von geschiedenen Eltern); Radiosendung „Mini Familie – Mis Dihei“ (Laura und André Jacober von Radio Maria); Powergirls und starke Kerle – entwicklungssensible Sexualaufklärung für Kinder in der Vorpubertät (Regula Lehmann); Vater-Tocher oder Vater-Sohn Wochenende von JMEM (Jugend mit einer Mission) und der Blog liebesbegehren.ch (Veronika Schmidt). Als Jury amteten Marc Jost (SEA, Leiter Forum Ehe+Familie), Hansjörg Forster und Debora Wey (beide FAMILYLIFE). Alle Projekte wurden bezüglich Innovation und Wirkung bewertet. Es ergab sich ein Kopf an Kopf Rennen. Die rund fünfzig Besucher des familylife LEAD Anlasses vom 4. November konnten sich anhand von Kurzpräsentationen aller Teilnehmenden von der Qualität der eingereichten Projekte überzeugen.

Der Blog „liebesbegehren.ch“ von Veronika Schmidt überzeugte
Der tabulose Blog wird jeden Tag von mehr als 100 Personen gelesen. Die Themen sind sehr unterschiedlich: Von der Rolle der Frau in der Gesellschaft über konkrete sexuelle Praktiken, persönliche Ängste, theologische Fragen bis hin zu biologischen oder physischen Problemen wird alles gefragt und mutig beantwortet. Veronika Schmidt bemüht sich darum, das Spannungsfeld zwischen psychologischen, seelischen, physischen und theologischen Aspekten abzudecken. Die Antworten sind deshalb niemals einsilbig oder einfach, sondern ziehen verschiedene Betrachtungsebenen mit ein, so die biblische und die geschöpfliche. Der Blog leistet einen grossartigen Beitrag dazu, dass Christen in ihrer Sexualtität den Weg zum Leben finden.

Ein Wanderpokal für innovative christliche Projekte im Bereich Ehe und Familie
Die diesjährige Gewinnerin des FAMILYLIFE Awards, Veronika Schmidt, durfte den Wanderpokal an sich nehmen, der im Jahr zuvor an die Marriage Week Wil SG vergeben worden war. Auch im nächsten Jahr wird anlässlich des familylife LEAD Anlasses vom 3. November wieder ein FAMILYLIFE Award vergeben. Viele Organisationen und Einzelpersonen setzen sich in der Schweiz für die Stärkung von Ehen und Familien ein. Die wenigsten gelangen damit an die grosse Öffentlichkeit. Doch wenn im Kleinen Beziehungen positiv verändert werden, wird dies eine starke Wirkung in der Gesellschaft entfalten. Es ist die Vielzahl der einzelnen „Tropfen“, welche gesellschaftliche Strömungen auslösen. Mit dem Award will FAMILYLIFE einzelne Tropfen für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar machen. Durch die Ehrung initiativer Projekte sollen Menschen inspiriert werden, in ihrem eigenen Umfeld die Beziehungslandschaft aktiv zu prägen. Bereits jetzt können Projekte für den FAMILYLIFE Award 2018 eingereicht werden: www.familylife.ch/award.

familylife LEAD
Der jährlich stattfindende Inspirationsanlass von FAMILYLIFE richtet sich an Interessierte und alle Kursleiter der diversen FAMILYLIFE Beziehungskurse. Auch im Jahr 2018 wird wieder zu einem entsprechenden Treffen eingeladen. Infos: www.familylife.ch/lead.

Valentinstag und „50 Shades of Grey“: Handschellen statt Blumen

Kommerziell perfekt inszeniert startet „50 Shades of Grey“ auf den Valentinstag in unseren Kinos. Die Bücher wurden millionenfach verkauft und nun berichten alle Zeitungen ausführlich über den Film und BDSM-Sex. Die Autorin scheint einen Nerv der Zeit getroffen zu haben. In diesem Jahr schenken sich am Valentinstag möglicherweise viele Paare Handschellen und Peitschen anstatt Blumen.

Der Valentinstag und „50 Shades of Grey“ haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam. Beim Valentinstag geht es der Überlieferung nach um den Bischof Valentin von Terni, der im 3. Jahrhundert von ihm getrauten Paaren Blumen aus seinem Garten schenkte. Hier werden Romantik und zärtliche Liebe zelebriert. Bei den Büchern geht es um einen reichen Adonis und eine unscheinbare Frau, welche in ein Abhängigkeitsverhältnis kommen. Hier werden Verlangen und harter Sex zelebriert. Dass diese Bücher so erfolgreich waren, hat wohl weniger mit expliziter Beschreibung von Sexpraktiken zu tun. Das gab es schon besser. Sondern die Autorin beschreibt Grundsehnsüchte der Annahme und Erfüllung. Und da trifft sie sich wieder mit dem heiligen Valentin.

Sehnsucht nach Annahme

Der Mann ist stark und reich. Die Frau gewöhnlich und unscheinbar. Sie finden sich. Sie lieben sich. So einfach funktionieren Aschenputtel, Pretty Woman oder in der Steigerung nun „50 Shades of Grey“. Märchenhafte Liebe.

Die Frage bleibt: Wer macht mich glücklich? Christinnen und Christen in der Schweiz glauben wie viele andere an eine tiefe Liebe, die gerade auch in Paarbeziehungen sichtbar werden kann. Dazu gehören gegenseitiges Vertrauen, Respekt, Ehrlichkeit (auch mit sich selber), Leidenschaft, Lernbereitschaft und nicht zuletzt auch ein Stück Humor. Die Grundlage der gegenseitigen Annahme wird ihnen von Gott geschenkt, der sagt: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ (die Bibel in Jeremia 31, 3). Aus dieser Identität heraus gelingt es besser, sich nicht in erster Linie eine Partnerschaft zu suchen, weil man sich selber und seine Wünsche befriedigen, sondern weil man glücklich gemacht und glücklich machen will.

Sehnsucht nach erfüllender Sexualität

Sex ist ein Geschenk Gottes und wurde von ihm geschaffen. Daher darf er kreativ, fröhlich und leidenschaftlich sein. Die Bibel spricht davon, dass die Partner beim Sex „eins werden“. Mit Leib und Seele. Daher ist Sex viel mehr als ein Konsumartikel, welcher der eigenen Triebbefriedigung dient. „50 Shades of Grey“ oder Pornografie verharmlosen die Tatsache, dass Sex als Gewaltmittel und Erniedrigung missbraucht werden kann. Wirklich erfüllend wird Sexualität dann, wenn sie im Schutz des gegenseitigen Vertrauens und der Verbindlichkeit genossen wird. So kann man sich fallen lassen, weil man geliebt wird und nicht, damit man geliebt wird.

Den Valentinstag geniessen

Damit Annahme und erfüllende Sexualität der Paare nicht in unrealistischen Wünschen und Enttäuschungen steckenbleiben, braucht es immer wieder Mut und den Willen, die Beziehung zu überdenken und sich neu inspirieren zu lassen. Gerade der Valentinstag ist eine gute Gelegenheit für echte Liebeserfahrungen, welche Freude bringen und gegenseitig glücklich machen. Die „MarriageWeek“, die in der Schweiz seit einigen Jahren zunehmend Beachtung gewinnt, will eine solche Inspirations- und Ermutigungsquelle sein (www.marriageweek.ch).

Handschellen oder Blumen? Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA empfiehlt Blumen und wünscht Paaren, dass sie sich fest miteinander verbunden wissen, ohne sich in Handschellen legen zu müssen.

 

(c) copyright Foto: Niklaus Mosimann

Neu: Das Family-MarriageWeek-Special „Start in die Ehe“

Für die MarriageWeek, die Woche der Ehepaare vor dem Valentinstag vom 7. bis 14. Februar (www.marriageweek.ch), ist wiederum eine Sonderausgabe des Magazins Family (www.family.ch) erschienen.

Das MarriageWeek-Special richtet sich an junge Paare, die in ihr gemeinsames Leben starten. Zum Ehestart stellen sich viele Fragen: Wie treffen wir Entscheidungen? Wie schaffen wir es, die Liebe zueinander frisch zu halten? Brauchen wir einen festen Eheabend? Wie teilen wir unsern Glauben? Wie gehen wir mit Konflikten und Streit um? Wie leben wir unsere Sexualität? Antworten auf diese und andere Fragen bietet das neue Family-MarriageWeek-Special „Start in die Ehe“, ein ideales Geschenk zum Valentinstag. Es begleitet Paare in der ersten Zeit der Ehe und stärkt ihre Beziehung.

Heftthemen sind zum Beispiel „Das hat unsere Ehe stark gemacht!“, „Warum sich glückliche Paare nicht blind verstehen!“, „Lust – die fünf grössten Missverständnisse“, „Bereit für ein Kind?“

Bestellen kann man das Magazin – so lange der Vorrat reicht – kostenlos zum Verteilen im Rahmen der MarriageWeek beim SCM Bundes-Verlag (Schweiz) unter Telefon 043 288 80 10, per E-Mail an info@scm-bundes-verlag.ch oder über www.bundes-verlag.net/bestellen/family-sonderheft-zur-marriage-week

swissfuture-Hoffnungsbarometer 2015: Die Schweiz hofft primär auf Harmonie im eigenen Privatleben

Für ihr privates Leben blicken Schweizerinnen und Schweizer optimistisch ins kommende Jahr 2015 – obwohl die Erwartungshaltung für die nationale Wirtschaft deutlich zurückhaltender ist und die Erwartung in die nationale Politik seit einigen Jahren abnimmt.

Dabei ist bei den grossen persönlichen Hoffnungen insbesondere die Hoffnung auf Harmonie im eigenen Privatleben ein Kernanliegen, das seit drei Jahren kontinuierlich am Wachsen ist und mittlerweile nach der Hoffnung auf eine glückliche Ehe und die eigene Gesundheit die drittwichtigste Hoffnung ist – deutlich vor Anliegen aus der Arbeitswelt, der Sozialpolitik oder der Religion.

Dieser Trend zur Fokussierung auf die eigene Privatheit bestätigt sich auch bei der Frage nach den wichtigsten Partnern der Hoffnung: Die wichtigsten Personen entstammen alle dem unmittelbaren familiären und privaten Umfeld. Die Repräsentanten der grossen gesellschaftlichen Institutionen wie Universität, Politik, Wirtschaft oder Kirche belegen deutlich abgeschlagen die letzten Ränge.

Einerseits ist es erfreulich, dass die Werte des familiären Umfeldes wieder an Bedeutung gewinnen – trotzdem muss nachgefragt werden, ob es sich hier nicht auch um eine Flucht auf die „Insel Privatheit“ angesichts der zunehmenden Komplexität in Politik und Wirtschaft handelt. Erleben wir ein „Déjà-vu“ nach 200 Jahren? Im 19.Jahrhundert folgte auf die weltoffene, leidenschaftliche und grenzüberwindende Epoche der Romantik der Rückzug in eine konservative, ja geradezu spiessbürgerliche Sehnsucht nach einer beschaulichen Idylle von Haus, Hof und Heim im Zeitalter des Biedermeiers. Wird nun nach der multikulturellen Globalisierung der Postmoderne zu Beginn des 21. Jahrhunderts ein ähnlicher Rückzug stattfinden?

Junge Erwachsene als die „Generation Y“ sind dabei wesentlich interessierter an beruflicher Karriere und Erfolg als allgemein angenommen wird, fragwürdig ist aber die Breite an Erwartungen – an den beruflichen Erfolg, zugleich aber auch ans Eheleben, an die Freizeit und an den Lebenssinn. Wird die „Generation Y“ die Maximierung dieser Work-Life-Balance auf einem derart hohen Niveau tatsächlich schaffen?

swissfuture, die Schweizerische Vereinigung für Zukunftsforschung, hat in November 2014 zum sechsten Mal seit 2009 eine breite Internetumfrage zu Zukunftshoffnungen durchgeführt. 5‘217 vollständige Fragebogen wurden in der Schweiz zurückgeschickt. Zugleich wurde die Hoffnungsumfrage international in deutscher, französischer, englischer, tschechischer und norwegischer Sprache durchgeführt. Die Umfrage unter der Leitung von Andreas Krafft und Andreas Walker von swissfuture wird von Forschenden der Universität St. Gallen, der Masaryk University aus Brno, dem Institut Universitaire de Formation des Maîtres in Rennes, der Universitetet i Stavanger, der University of Malta und der Universität Innsbruck unterstützt.

 

(c) copyright Foto: Niklaus Mosimann

Forum Ehe+Familie am 13. September 2014 in Bern – Eine Konferenz wider die Vergötterung der idealen Familie

Die vierte Konferenz der Arbeitsgemeinschaft „Forum Ehe+Familie (FEF)“ der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) beschäftigte sich mit zerbrochenen Idealen. Knapp 200 Teilnehmer liessen sich vom Psychologen und Therapeuten Dr. Manfred Engeli auf einen „Weg der Gnade“ mitnehmen.

Hansjörg Forster, Leiter des Forums Ehe+Familie FEF, stellte gleich zu Beginn der Konferenz klar, was die Absicht des Tages ist: „Es geht uns um eine erneuerte christliche Kultur: Eine Kultur der Ehre statt der Beschämung. Ein Kulturwandel von Distanz zu Nähe, vom Wegschauen zum Hinschauen.“ Diesen Kulturwandel habe Jesus Christus vorgelebt: „Er erklärt die bedürftigen Menschen zu seiner Familie, während er seine Herkunftsfamilie stehen lässt.“ Das Ziel der Arbeitsgemeinschaft seien zwar starke Ehen und Familien, eine Vergötterung der „idealen“ Familie sei jedoch in keiner Weise Absicht des Forums. Vielmehr gehe es drum, dem Segen im Leben nachzuspüren gerade dann, wenn sich das Ideal verflüchtigt habe.

Die Warum-Frage loslassen

Der Psychologe und Therapeut Dr. Manfred Engeli nahm die Teilnehmer mit auf einen „Weg der Gnade Gottes und des Friedens“. Mit Seitenblick auf Watzlawick („Anleitung zum Unglücklichsein“) lud Engeli ein, mitten im Zerbruch den Weg, „ein glücklicher Mensch“ zu werden, zu beschreiten. Nicht illusorisch oder Kraft des positiven Denkens, sondern indem man bereit wird, die eigene Verantwortung für sein Leben, Tun und Lassen zu übernehmen. Als innere Voraussetzung für diesen Weg nannte Engeli das Loslassen der Frage nach dem „Warum?“. Ebenso würden die Bereitschaft zu vergeben und der Mut, sich mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu versöhnen, dazu gehören. Nur so könne das Gesetz, dass Opfer unweigerlich zu Tätern würden und der „Fluch der bösen Tat“ (Schiller: „Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären.“) durchbrochen werden. Engeli betonte, dass das nur durch Gottes Eingreifen in die Menschheitsgeschichte und durch seine Vergebung geschehen könne. Als Etappen auf dem Weg der Gnade skizzierte Engeli folgende: „Sich das Leiden eingestehen“, „Verstehen, dass Gott etwas Besseres bereit hat“, „Den Schmerz vor Gott ausschütten“, „Den Menschen vergeben“, „Bitte um Heilung der Verletzung und Wiederherstellung“, „Sich der Schuld stellen“, „Sich ausstrecken nach Veränderung“, „Sich mit dem Vergangenen und dessen Konsequenzen versöhnen“, „Sich für Neues öffnen“ und „Den frei gewählten Entschlüssen treu bleiben“. „Es ist wie bei einem Postenlauf“, so Engeli, „es gibt keine Abkürzungen. Keine dieser Etappen kann ausgelassen werden“.

Zur eigenen Zerbrochenheit stehen

Die Showact-Gruppe um den Sozialdiakon Tobias Weyrich nahm die Teilnehmer auf sensible Art hinein in „unideale“ Situationen und warf die Frage auf, ob nur die Bedürftigen wirklich bedürftig sind. In sieben Workshops suchten die Teilnehmer nach „Perspektiven für ein Leben nach der Scheidung“, Workshopleiter zeigten auf, wie man „Alleinerziehend – aber nicht auf sich alleine gestellt“ sein kann, wie beim Tod des Partners aus „Tränen Freude“ wird, wie trotz leerer Wiege „ein volles Leben gelebt“ werden kann und wo es den „roten Faden im Flickenteppich“ der Patchwork-Familie gibt. Die Workshops „Familie über Verwandtschaft hinaus“ und „Familien beistehen – zuhause“ ermutigten dazu, sich als Einzelne und als Gemeinschaft in die Herausforderungen und Nöte ihres Umfelds zu investieren. Christliche Gemeinden müssten auch Anteil geben an ihrem Versagen, sagte Christa Gasser im Workshop. „Wir müssen zu unserer Zerbrochenheit stehen, die wir alle haben.“ Eine Kultur des Perfekten stosse ab. Die Gemeinschaft sei jedoch ein idealer Ort, um Unterstützung und Halt zu geben. Bedürftige hätten – was viele so nicht erwarten würden – viel zu geben und seien ein wertvoller Schatz, so der Tenor.

„Seid, wer ihr seid – aber keine Pharisäer!“

In einer Talkrunde mit der Moderatorin Ruth Stutz von Radio Life Channel sprachen Marie Anne Geiser und Georges Morand über die „Tsunamis“ ihres Lebens. Auf die Frage, wie man Menschen in einer Scheidungssituation begegnen solle, meinte Georges Morand, dass das Umfeld meist damit überfordert sei. Das sei ähnlich wie bei einem Todesfall. Darum sei auch dasselbe Verhalten angesagt: „Seid, wer ihr seid – aber keine Pharisäer!“ Und er betonte den Wert der „Hintertüre in der Kirche“, wo sich Verwundete „reinschleichen“ könnten. Marie Anne Geiser beschrieb, wie sie in ihren Lebensstürmen von Gott gehalten wurde und nach der Scheidung ihr Vertrauen ins andere Geschlecht wieder finden konnte. Die Talkrunde wird am Montag, 29. September 2014 um 20 Uhr im Rahmen der Sendung „Kompass“ auf Radio Life Channel ausgestrahlt.

Mit des Doktors eigener Gründlichkeit sorgte Manfred Engeli zum Abschluss des Tages dafür, dass aus den „Perlen des Gehörten gute Entscheidungen“ wachsen sollten. Die „Kunst der kleinen Schritte“ sei vergleichbar mit dem Laufen lernen, betonte der Referent, „da zähle man auch nur die gelungenen Schritte und nicht das Hinfallen.“ Und er wies auf den „Dominoeffekts der Gnade“ hin, der beim Einüben neuer Verhaltensweisen zum Zug komme.

 

Unter der Bezeichnung „Forum Ehe+Familie (FEF)“ haben sich über 30 verschiedene christliche Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Gemeinsam vernetzen sie sich in den drei Schwerpunkten „Ehen und Familien stärken“, „Zerbrochenes heilen“ und „Generationen verbinden“ und bündeln so ihre Kräfte.

 

 

Logo Forum Ehe+Familie (FEF)

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Bildlegende: Die Arbeitsgemeinschaft „Forum Ehe+Familie (FEF)“ der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) will Zerbrochenes heilen und Ehen und Familien stärken.

 

Foto Dr. Manfred Engeli

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Bildlegende: Der Psychologe und Psychotherapeut Dr. Manfred Engeli nahm die knapp 200 Konferenzteilnehmer mit auf einen „Weg der Gnade“.

 

Foto Hansjörg Forster

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Bildlegende: Hansjörg Forster (rechts), der Leiter des Forums Ehe+Familie FEF, im Gespräch mit Konferenzteilnehmern.

 

Foto Konferenzteilnehmerinnen

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Bildlegende: In den Workshops wurden konkrete Impulse für ganz unterschiedliche Familiensituationen vermittelt.

 

© copyright Forum Ehe+Familie (FEF), Fotos: Armin Unger – die Bilder dürfen nur im Zusammenhang mit der Berichterstattung über das Forum Ehe+Familie (FEF) verwendet werden. Um die Bilder abzuspeichern, zeigen Sie mit der Maus auf den entsprechenden Download (nicht anklicken) und wählen im Kontextmenü (rechte Maustaste) „Link in neuem Fenster öffnen“ aus. Das so angezeigte Bild speichern Sie dann mit dem Kontextmenü „Bild speichern unter …“ auf die Festplatte Ihres Computers.

„Wir alle sind gescheitert – jeder auf seinem Gebiet“

Umgang mit Scheidung: Seit fünf Jahren besteht im deutschsprachigen Raum der Kurs „lieben – scheitern – leben“, der Geschiedenen hilft, ihr Scheitern in der Ehe zu bewältigen. Roger Götz von FamilyLife koordiniert die Angebote. Für (Kirch-) Gemeinden sei wichtig im Blick zu halten, dass jeder in einem gewissen Sinn gescheitert ist, sagt er im Livenet-Interview.

Hier geht’s zum ganzen Artikel auf livenet.ch. Oder zeigen Sie hier den Bericht im Sonntagsblatt des Berner Oberländers an.

Foto: Helene Maurer