Beiträge

Studie „Die Religion, eine Familiengeschichte?“

Die Publikation „Die Religion, eine Familiengeschichte?“ des Bundesamtes für Statistik BFS kommt zum Schluss, dass die Familie eine wichtige Rolle in der Weitergabe des Glaubens spielt.

Inwiefern übernehmen Personen die Religion ihrer Eltern? Welche Faktoren beeinflussen diese Übernahme? Wie gross ist der ­Anteil derjenigen, die sich von anderen Religionen oder spirituellen Strömungen angezogen fühlen, konvertieren oder ihre Kirche verlassen? Welchen Stellenwert hat die Religion oder Spiritualität heutiger Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder? Diese und weitere Fragen werden in der Publikation basierend auf Analysen der Daten aus der Erhebung zur Sprache, Religion und Kultur von 2014 beantwortet.

Die Studie kann auf der Homepage des Bundesamtes für Statistik bezogen oder heruntergeladen werden.

Christlicher Religionsunterricht soll in der Schule bleiben

Die Arbeitsgemeinschaft Schule und Religion «AGSR» der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA hat anfangs März einen Brief an alle kantonalen Erziehungsdirektoren geschickt. Darin fordert sie diese nochmals auf, bei der Umsetzung des Lehrplans 21 das Fach Religion beizubehalten und besonders auch die christliche Botschaft und christliche Werte mit Nachdruck zu vermitteln.

Die AGSR empfiehlt den Erziehungsdirektoren zudem, theologisch ausgebildete Fachpersonen der Kirchen weiterhin ins Unterrichtsgeschehen und in die Aus- und Weiterbildung der Lehrpersonen einzubeziehen. Auch bei der Erarbeitung von Lehrmitteln sei mit Vertretern der Kirchen zusammenzuarbeiten. Bereits im Mai 2012 hat die AGSR mit acht Postulaten zur Gestaltung des Religionsunterrichts an den Volksschulen der Deutschschweiz Stellung genommen.

Mit dem Lehrplan 21 erarbeiten die Deutschschweizer Kantone gemeinsame inhaltliche Vorgaben für den Unterricht in Kindergarten und Schule. Dabei wird der Religionsunterricht als Teil des Fachbereichs Natur, Mensch, Gesellschaft neu konzipiert.

Das vorliegende Thesenpapier hält zentrale Anliegen von Christen aus dem Raum der Schweizerischen Evangelischen Allianz fest.

· Stellungnahme Nr. 123 der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA: Acht Postulate zum Lehrplan 21 (PDF, 1.1 MB)

Religiöse Bildung stärkt die Schule

Die Kantone sollen bei der Umsetzung des Lehrplans 21 der Religion im Schulzimmer genügend Raum geben. Die Schweizerische Evangelische Allianz SEA anerkennt Verbesserungen im Lehrplan. Eine Streichung des Fachs Religion ist nicht zielführend.

Die Arbeitsgemeinschaft Schule und Religion der Schweizerischen Evangelischen Allianz begrüsst, dass Inhalte von Religionen im Lehrplan aufgeführt werden. Die biblischen Geschichten und Kenntnisse der christlichen Tradition tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche Vertrauen stiften und in multikulturellen Kontexten Verantwortung übernehmen.

Jüngere Schüler nicht überfordern

Der religionskundliche Ansatz des Lehrplans 21 führt allerdings zu einem Vergleichen der Weltreligionen, das jüngere Schülerinnen und Schüler überfordert und verwirrt. Werden christliche Inhalte nur oberflächlich thematisiert und dabei vermischt mit Aussagen anderer Religionen, trägt das zu Haltlosigkeit und zu grösserer Verunsicherung im öffentlichen Leben bei. Das Kennenlernen anderer Religionen ist auf der Primarstufe in einem beschränkten Ausmass zu begrüssen: soweit es einen Beitrag zur gegenseitigen Wertschätzung der anwesenden Kinder leistet.

Christliche Fachkompetenz erhalten

Die SEA fordert die Kantone auf, bei der Einführung des Lehrplans das Fach Religion im Stundenplan beizubehalten oder religiösen Themen in der Stundentafel genügend Raum zu geben. Die Orientierung der Volksschule an christlichen Werten soll weiter in den kantonalen Schulgesetzen verankert sein. Der Einbezug von theologisch ausgebildeten Fachpersonen ins Unterrichtsgeschehen macht Sinn: Der säkulare Staat überfordert sich, wenn er die Kirchen mit ihrer Wertevermittlungskompetenz vor die Schultüre stellt.

Christliche Inhalte gehören zur Bildung

Mit dem Projekt des Lehrplan 21 werden die christlichen Grundwerte der Bildung in der Schweiz zu wenig berücksichtigt. Damit wird die Identitätsbildung von Kindern und Jugendlichen geschwächt und auf die Verankerung von gesellschaftlich wichtigen christlich-ethischen Grundwerten verzichtet.

In ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Lehrplans 21 fordert die Schweizerische Evangelische Allianz SEA eine substantielle Vermittlung christlicher Inhalte an der Schule. Die SEA betont, dass die kulturelle Identität einen religiösen Kern hat.

Biblisch-christliche Werte sollen in der Schule bleiben

Die christlich-abendländischen Werte, die unsere Kultur geprägt haben, finden sich in den biblischen Texten sowie in den christlichen Festen im Jahresverlauf. Diese gehören in den Unterricht. Die SEA ist überzeugt, dass eine vorrangige Vermittlung christlicher Inhalte an den Schulen den sozialen, kulturellen und politischen Gegebenheiten der Schweiz angemessen ist. Die entsprechenden Fachbereiche sind zu überarbeiten.

Christliche Werte prägend

Religion soll in Primarschule und Sekundarschule ein eigenes Fach bleiben. Ohne Bezug zur Religion und insbesondere zur christlichen Tradition erodieren die Grundwerte unserer Gesellschaft und sie wird masslos. Um zu verstehen, woher wir kommen, müssen Schülerinnen und Schüler die christliche Überlieferung, ihre Hauptgestalten und Werte kennen. Die SEA hält fest, dass auch Schülerinnen und Schüler ohne religiöse Zugehörigkeit von der Kenntnis der Inhalte profitieren, welche den Werten zugrunde liegen.

Rücksicht auf kantonale Eigenheiten

Der Lehrplan 21 soll die kantonalen Eigenheiten respektieren. Laut einem Bericht in der „Schweiz am Sonntag“ verweisen fast alle Deutschschweizer Kantone explizit auf die jüdisch-christliche Tradition der Schweiz. Zudem gibt es in vielen Kantonen eine Zusammenarbeit von Schule und Kirche betreffend Religionsunterricht. Diese bewährte Zusammenarbeit soll auf allen Schulstufen fortgeführt werden können.   Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, Freikirchen und christlichen Organisationen. In der Romandie tritt der französischsprachige Teil der Evangelischen Allianz als „Réseau évangélique suisse“ auf. Die SEA besteht gesamtschweizerisch zurzeit aus 81 Sektionen mit rund 600 Gemeinden und über 180 christlichen Werken. Die Basis der SEA wird auf 250’000 Personen geschätzt. Die SEA ist eine von weltweit 129 Evangelischen Allianzen mit schätzungsweise 600 Millionen Gleichgesinnten.